MüPE e.V.: Psychiatriebericht (Stellungnahme), Forschung Geburt, Kriesenversorgung in BY, Aufruf Aberkennung, Veranstaltungen (Festival, Enquete), Ausgabe Verhütungsmittel (kostenfrei) | NL KW 37
Liebe Mitglieder,
eine neue Woche naht sich ihrem Ende und so erhaltet Ihr also heute unseren Newsletter...
...mit Meldungen von Externen:
Wie bereits im letzten NL angekündigt heute ein weiteres Schreiben als Protest gegen die geplante Streichung derPsychiatrieberichterstattung in Bayern (vom Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen Bayern (BayPE); im Anhang).
Es gibt ein Forschungsprojekt „Geburtshilfliche Versorgung von schwangeren Frauen mit Behinderungen in München“:
Wir wollen herausfinden: Wie geht es Frauen mit Behinderungen in München, wenn sie schwanger sind? Bekommen sie passende Unterstützung? Was läuft gut? Was könnte besser sein?
Mit "Behinderung" sind ausdrücklich auch seelische Krisen gemeint (vgl. Anhang).
Es ist eine Studie zur psychischen Krisen- und Notfallversorgung in Bayern erschienen (hier); hierin wird u. a. auch die MüPE (also Selbsthilfe!) als beratende Einrichtung erwähnt (in der Langfassung S. 42).
Es ist ein Aufruf von, wenn ich es richtig verstanden habe, Kontaktgespräch Psychiatrie erschienen, in dem gefordert wird, den NS-Ärzt:innen, die Psychiatriepatient:innen ermordeten oder ermorden ließen, posthum die Approbation abzusprechen (im Anhang; Dank an unser Mitglied M. für das Weiterleiten).
Vom 22. bis 26.10.25 findet auf dem Geländes des Gasteigs HP8 wieder das Mental Health Festival statt. Wir werden an zwei Podiumsdiskussionen beteiligt sein zum Thema Wenn die Seele in Not ist – erkennen, verstehen, helfen:
Wie erkenne ich, dass es jemandem in meinem privaten oder beruflichen Umfeld mental nicht gut geht? Und was kann dann wirklich hilfreich sein?
Informationen zu den Podiumsdiskussionen hier und hier, zum Mental Health Festival hier.
Im Anhang findet Ihr eine Ankündigung einer Veranstaltung ebenfalls mit MüPE-Beteiligung. Es geht um die des 50-jährigen Bestehens derPsychiatrie-Enquete. Zu dieser Enquete Wikipedia:
Auftragsgemäß legte die Kommission im Oktober 1973 einen Zwischenbericht vor, der schwerwiegende Mängel bei der Versorgung psychisch Kranker offenbarte. In ihm wurde festgestellt, „daß eine sehr große Anzahl psychisch Kranker und Behinderter in den stationären Einrichtungen unter elenden, zum Teil als menschenunwürdig zu bezeichnenden Umständen leben müssen.“ Die wichtigste Forderung der Sachverständigenkommission war die nach „Sofortmaßnahmen zur Befriedigung humaner Grundbedürfnisse“.
Die Veranstaltung findet am 30.10.25 (DO) im Kulturzentrum LUISE statt (von 15-18:30).
Es gibt von der LH München eine Möglichkeit zur Kostenübernahme von Verhütungsmitteln (s. Anhang).
Die Tagesstätte SeelenART in Haar sucht ab sofort einen Genesungsbegleiter / Ex-In (m/w/d) Arbeitszeit 5,78 Stunden / Woche Werktage (s. hier; Dank an unser Mitglied G. für die Information).
Wie Ihr vielleicht wisst sind wir Bestandteil der Gedenkinitiative der Münchener "Euthanasie"-Opfer. Diese Initiative hat nun dankenswerterweise u. a. auf Engagement von Herrn Prof. Brieger (Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar) eine eigene bezahlte Stelle zur weiteren Planung und Organisation erhalten. Wir gratulieren!
...mit dem Pressespiegel (keine internen Meldungen):
Eine Pressemitteilung des Bezirks Obb. informiert (vgl. Anhang):
Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September hat ein Bündnis aus Münchner Beratungsdiensten auf die 207 Personen aufmerksam gemacht, die sich allein 2023 in der Landeshauptstadt das Leben genommen haben (...). Im Gedenken an die Suizidtoten wurden auf dem Gärtnerplatz Hemden und T-Shirts ausgelegt. Sie symbolisieren: Jede und jeder Tote hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
Folgende Meldungen aus dem Ärzteblatt (Dank an E. für die Informationen):
Wie berichtet Anfang des Jahres berichtet wurde, plant die CSU unter dem Eindruck der Messerangriffe eine Reform des Umgangs mit Menschen in einer Krise (hier).
Kritik an der Politik den Kliniken kein Personal zu stellen wird nicht bereits erst seit heute laut (hier).
Hamburg legt einen Landespsychiatrieplan auf (hier).
Leichteren Zugang zu psychotherapeutischen oder psychiatrischen Behandlung verspricht ein "Ermächtigungsanspruch" (hier).
Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen Polizeikontrollen und Krise, so eine Studie, von der SageJournals berichten (engl., hier.
Ein neues Buch ist erschienen (noch (?) nicht in unserer Bibliothek): Laura Wiesböck: Digitale Diagnosen: Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend. Es geht hier anscheinend um die inflationäre Verwendung eines psychologischen Sprachgebrauchs. (Falls jemand Interesse am Buch hat, könnte man es besorgen. Wir hatten dazu bereits einen Art. in einem der letzten NLs aufgeführt; Dank an A. für den Hinweis.)
...mit unserer EXitoption "Raus aus der Psychiatrie!". Man könnte statt Psychiatrie sich...
...wehren: Wer in Berlin wohnt oder Bezug zu Berlin hat kann dort eine Veranstaltungsreihe besuchen. Die Reihe wird vom Verein Teilhabe organisiert, der sich um die Belange von Menschen ohne Erwerb einsetzt (hier; Dank S. für die Information).
Es bleibt uns nur noch Euch ein schönes Wochenende zu wünschen!
LG
die GS der MüPE
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Münchner Psychiatrie-Erfahrene (MüPE) e. V.
Thalkirchner Str. 10
80337 München
Tel.: 089/260 230 25
Fax : 089/260 230 84
E-mail:
Webseite: http://www.muepe.org
Offene Tür: jeden Dienstag 16 - 18 Uhr



