medbo teilt mit: Unbekannte beschädigen T4-Gedenkstätte
Unbekannte beschädigen T4-Gedenkstätte
Die T4-Gedenkstätte erinnert an Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde - nach den Beschädigungen läuft nun die Aufklärung.
Regensburg, den 19. Mai 2026 Am Wochenende vom 16. und 17. Mai 2026 ist es am Bezirksklinikum Regensburg zu Beschädigungen an der T4-Gedenkstätte der medbo gekommen. Bei der Aktion T4 – Die Tiergartenstraße 4 in Berlin war die zentrale Planungsstelle dafür – verübte das NS-Regime einen systematischen Massenmord an Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Erkrankungen oder Behinderungen. Vom Vandalismus betroffen sind mehrere Bildelemente der Gedenktafeln. Darüber hinaus wurde auch eine Heiligenstatue vor der Kirchentür St. Vitus beschädigt. Bezirkstagspräsident Franz Löffler spricht von einem ernsten Vorfall: „Dieser Ort erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde und steht für die historische Verantwortung, dieses Unrecht sichtbar im Bewusstsein zu halten.“
Zeugen gesucht
Eine Strafanzeige ist bereits gestellt. Die Umstände müssten nun sorgfältig aufgeklärt werden, so Löffler weiter. Hinweise aus der Bevölkerung oder von Besucherinnen und Besuchern könnten dazu beitragen. „Wir sind dankbar für jede Rückmeldung, die weiterhelfen kann.“ Wer im Zeitraum zwischen Samstag, 17. Mai 2026, 17 Uhr, und Sonntagmorgen, 18. Mai 2026, etwas beobachtet hat oder Hinweise geben kann, kann sich per E-Mail an wenden.
Erinnerung bleibt
Zugleich betont Löffler die bleibende Verantwortung des Bezirks: „Die Erinnerung an die Opfer bleibt. Sie lässt sich weder zerkratzen noch einschüchtern. Der Schutz solcher Orte ist keine Nebensache. Er gehört zu unserer historischen Verantwortung – und zu unserem Selbstverständnis als öffentlicher Träger.“
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Bilder
- An der T4-Gedenkstätte am Bezirksklinikum Regensburg wurden mehrere Bildelemente beschädigt und zerkratzt. Sie zeigen Menschen, die im Nationalsozialismus in den Jahren 1940 und 1941 Opfer der sogenannten T4-Krankenmorde wurden.
- Auch die Statue des Heiligen Nepomuk vor der Kirchentür St. Vitus wurde beschädigt; ihr rechter Arm wurde abgerissen.
Bildnachweis: medbo KU © Lissy Höller
medbo – Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz
Die medbo bietet Leistungen in den medizinischen Fachgebieten Psychiatrie & Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie & Psychotherapie, Neurologie, Neurologische Rehabilitation, Neuroradiologie sowie Maßregelvollzug an. Das Unternehmen betreibt dazu Kliniken, Ambulanzen, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeheime zur Versorgung der etwa einen Million Einwohner der Oberpfalz. Seine Einrichtungen befinden sich in Amberg, Cham, Parsberg, Regensburg, Roding, Weiden, Wöllershof und Wörth a. d. Donau.
Als Krankenhausträger verbindet das Unternehmen in besonderer Weise die Aufgaben einer differenzierten regionalen und überregionalen Versorgung auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau mit den Möglichkeiten von Forschung und Lehre.
Drei Kooperationskliniken der Universität Regensburg zählen ebenso zur medbo wie das Institut für Bildung und Personalentwicklung IBP, das größte Bildungsinstitut im Gesundheitsbereich in Ostbayern, und die medbo Pflegeschulen Regensburg.



